Schlagwort: Rezension

Miguel Ildefonso – Rezension: „Viejas palabras“

<< Viejas palabras. Poesía rescatada (Lima, 1990-2000)  [Überst. Alte Wörter. Gerettete Gedichte] ist eine Abrechnung […]. Die Familie, die Stadt, der Tod, das weibliche Geschlecht und die Liebe, sind Hauptthemen dieses Gedichtbandes. Wir konzentrieren uns auf das Thema des Feminismus, mit dem sich  die lateinamerikanischen Literatur bereits seit den 60er Jahren oder sogar noch früher erfolgreich auseinandergesetzt hat. Dieses Thema erhält jedoch in der entzauberten Stimme von Ofelia Huamanchumo de la Cuba, die sehr im Einklang mit der Lyrik der peruanischen Generation der 90er Jahre steht, eine neue Bedeutung. Die Verbindlichkeit einer kritischen Stimme ist in ihrer Ästhetik sehr präsent, in der Ironie und in den Beobachtungen der Marginalität. Vielleicht herrscht aufgrund der Tatsache, dass wir in einer Gesellschaft leben, die zwischen der Tradition der Angst und den neuen befreienden Werten neu konfiguriert wird, ein sehr starker Bruch in ihren Wörtern, die überhaupt nicht alt sind.>>    Miguel Ildefonso.

Vollständiger Text auf Spanisch in:  Revista Digital Letras S5 (Chile), April 2016.

Giovanna Valencia – Rezension „Encomiendas y Cristianización“

<< Das Buch Encomiendas y Cristianización besteht aus sechs Kapiteln; die ersten beiden erklären den geopolitischen, sozialen und juristischen Kontext im Peru des 16. Jahrhunderts, wo indigene Gewohnheiten und die neuen noch unter dem europäischen Recht regierten spanischen Gesellschaften zusammenlebten. Die restlichen vier Kapiteln widmen sich den juristischen Textsorten, die Hauptthema der Analyse sind:  Petición, Memoria, Instrucción de Visita und Visita. […] In allen Fällen werden die externen Geschehnisse berücksichtigt, die eine große Rolle bei der Entstehung von neuen Strukturen in den Textsorten spielten.  Es ist bemerkenswert, dass die Autorin auch eine Urkundenanalyse durchführt, um die unterschiedlichen Ebene der Dokumente (protocolo, texto und escatocolo) zu zeigen, was die verschiedenen Epochen der Entstehung der Quellen beweisen.>>

 

Vollständiger Text auf Spanisch in:  Giovanna Valencia Álvarez (2014-2015) Mercurio Peruano, nr. 527-528, 223-225.

Caroline Cunill – Rezension „Encomiendas y cristianización (Piura: UDEP, 2013)“

<< In Encomiendas y cristianización. Estudio de documentos jurídicos y administrativos del Perú. Siglo XVI  analysiert Ofelia Huamanchumo de la Cuba vier Textsorten der Rechts- und Verwaltungsdokumente aus der Kolonialzeit Perus: cartas de petición, memorias, instrucciones de visita und visitas. Das Hauptthema der Analyse ist von großer Relevanz, nicht nur weil es neben den Studien von José Joaquín Real Díaz (1970) und von Antonia Heredia (1985) nur sehr wenige Untersuchungen zur Urkundenlehre aus dieser Zeit gibt, sondern auch weil es eine interdisziplinäre Methode angewendet wird, in der die linguistischen und die historischen Faktoren berücksichtigen werden.  Der Titel des Buches spiegelt einen doppelten Ansatz wider: auf der einer Seite den Rahmen, in dem man in Peru des 16. Jahrhunderts gedacht und geschrieben hat, d. h. Encomiendas und Christianisierung; auf der anderen Seite,  das philologische Interesse an dieser Art von Dokumenten, die in dieser besonderen Zeit entstanden sind.>>

 

 Caroline Cunill (2014) „Ofelia Huamanchumo de la Cuba. Encomiendas y cristianización. Estudio de documentos jurídicos y administrativos del Perú. Siglo XVI“, Bulletin de l’Institut français d’études andines, 43 (1), 175-176.

Link zum vollständigen Dokument auf Spanisch: BULLETIN del IFEA, nr. 43, 1.

Giusseppe Bellini – Rezension: „Magia y fantasía en la obra de Manuel Scorza“

<<Die Studie Huamanchumos hat eine andere Funktion als die Memoiren des Schriftstellers zu ehren. Es wird gezeigt, wie ausgezeichnet die Prosa Scorzas war, um so das Werk Scorzas zu verbreiten.  […]  Die von Scorzas vorgestellte Magie steht nicht mit der Magie aus den Anden im Einklang, dennoch gelingt es dem Autor, diese Magie zu präsentieren, weil seine Abhandlung die innere Weltanschauung der Figuren zeigt und dadurch an die Lebenswirklichkeit der Anden anknüpft, die sich von der des Autors und der okzidentalischen Leser unterscheidet. Bei La guerra silenciosa handelt es sich um ein Muster von ,,literatura heterogénea” mit einer poliphonischen Eigenschaft, die Raum für verschiedene Perspektiven auf die Geschichte ermöglicht, etwas, dass wiederum die okzidentalische Betrachtung dieser andinischen Probleme in Frage stellt. Zu dieser Schlussfolgerung kommt die Autorin in ihrem bemerkenswerten Buch, das dazu eine erweiterte Bibliographie bietet. >>

 

Vollständiger Text auf Italienisch in:   Giuseppe Bellini (2014) „Recensione Magia y fantasía en la obra de Manuel Scorza. Hacia una reflexión estructural de La guerra silenciosa – Ofelia Huamanchumo“, DAL MEDITERRANEO AGLI OCEANI (ISSN 2284-1091), Università degli Studi di Milano, NOTIZIARIO nr. 59, 5.

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Bild: Ausschnitt der Seite 5 des Notiziario 59.

Giusseppe Bellini- Rezension: „Por el Arte de los Quipus“

[Auschnitt:] 

<<La trama del romanzo è di estrema complicazione, come si conviene a una narrazione in cui l’imprevisto è corrente e tutto si svolge in un’atmosfera conventuale dignificata dalla Biblioteca,  in sé, tuttavia, gravida di inquietante mistero. Molto vi è in Por el Arte de los Quipus di romanzo poliziesco, benché il mistero appaia al servizio della cultura, in realtà anche dell’interesse, e si svolga tra studiosi appassionati di testi antichi, mossi da una sorta di demonio interiore alla scoperta del testo misterioso. Li circondano personaggi di dubbia statura, quando non approfittatori di bassa lega.

Per il lettore, se lo sviluppo del disegno portante, la ricerca del testo Arte de los Quipus, è interessante, lo è soprattutto per la casistica che propone e per la continua sorpresa degli eventi, ma soprattutto lo è, almeno per chi scrive, per una sorta di luminosa evocazione della bellezza di Lima, che, forse mossa dalla nostalgia dell’assenza europea, la scrittrice evoca di continuo, in descrizioni magistrali di edifici coloniali, di piazze e di vie, di luoghi caratteristici, realizzata con cromatismi che rendono vivo ogni dettaglio. […]  Un mondo cupo trasporta il lettore a climi che si potrebbero definire medievali, mentre lo splendore di una Lima restaurata nelle sue preziosità coloniali, inserite nella modernità, fa del romanzo un testo di grande fruibilità. >>

Giusseppe Bellini. DAl MEDITERRANEO AGLI OCEANI (ISSN 2284-1091), Universitàt degli Studi di Milano, Notiziario nr. 58, marzo 2014, p.12.

Charly Martínez Toledo – Rezension „Por el Arte de los Quipus“

<< Por el Arte de los Quipus ist ein Roman, der als Methapher für das bibliophile Ideal fungiert, nämlich ein Buch unter allen Umständen zu erlangen. Die Stuktur der story entspricht eine Reihe von Geschehnissen, die sich als eine Art vernetzter und paraleller Wege mit flash backs verbinden. Es enthält verschiedene Elemente aus dem romain noir , aber auch aus dem Bildungsroman, da die zwei Hauptfiguren als zwei starke Persönlichkeiten in Entwicklung erscheinen. […] Por el Arte de los Quipus ist eine Geschichte, die sich auf die  —fast verzweifelte— Suche eines Manuskripts konzentriert und die von Leidenschaften und die daraus entstehenden Folgen vorausbestimmt wird.>>

 

Vollständiger Text auf Spanisch:     Charly Martínez Toledo (2014) „Reseña: Por el Arte de los Quipus (2013) de Ofelia Huamanchumo de la Cuba“,  SIETECULEBRAS – Revista Andina de Cultura, nr. 35, 68.

Fernando Carrasco – Rezension „Por el Arte de los Quipus“

<< Por el Arte de los Quipus (Vagón Azul Editores, 2013) ist das Erstlingswerk von Ofelia Huamanchumo de la Cuba. Es ist in 17 Kapitel unterteilt. Zu Beginn findet sich eine Einleitung und zum Schluss ein weiterer kurzer Text, der als Epilog dient. Im Laufe des Buches werden in sehr agiler und direkter Prosa zwei Geschichten erzählt, die parallel zueinander verlaufen und miteinander dialogisieren, sich später ergänzen und schließlich miteinander verschmelzen.    […] ein weiteres charakteristisches Merkmal von Ofelia Huamanchumos Roman ist die Darstellung der Stadt Lima als Protagonist. Die Bar Queirolo, das Hotel Bolívar, der Jirón de la Unión, die Plaza Mayor, die Kirche von San Francisco, der Büchermarkt in der Amazonas-Gasse in der Innenstadt sind einige der Schauplätze des Lebens der Hauptfiguren. Ofelia Huamanchumos Kreativität erlaubt es ihr, Beschreibungen des derzeitigen, urbanen Limas darzubieten, die den Fokus auf die Kolonialarchitektur, Kirchen im Barockstil, alte Villen mit Balustraden, Balkonen und Jalousien legen, die als Zugangstür zur Epoche der Kolonialmanuskripte dienen, um die es geht. […] Wie sich vermuten lässt, finden wir hier einen Debütroman, mit Leidenschaft und großer Sorgfalt geschrieben, der den Leser mit seiner fließenden Prosa und einer intelligenten, suggestiven Handlung fesselt.>>

 

Vollständiger Text auf Spanisch in:    Fernando Carrasco Núñez. Revista Digital (Chile) LETRAS S5. Publicado en versión impresa en  ÍNSULA BARATARIA  Revista de literatura y cultura.  Lima, año 11, nr. 15, nov. 2013.

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Bild: Cover der Zeitschrift Ínsula Barataria, nr 15.

Zum Werk Manuel Scorzas

<< Ofelia Huamanchumo de la Cuba hat das Buch Magia y fantasía en la obra de Manuel Scorza. Hacia una reflexión estructural de La guerra silenciosa  veröffentlicht. Die junge Autorin  (Lima, 1971) erkundet und stellt Unterschiede und Übereinstimmungen der literarischen Fiktion, der poetischen Phantasie und der Magie aus den Anden dar, die in Scorzas Prosa herrschen. Sie geht auch näher auf Scorzas Sprache ein, die reich an Metaphern und lichterfüllten Bildern ist. Schritt für Schritt rekonstruiert die Autorin eine Welt voller Konflikte, Freuden und Hoffnungen wie sie in den andinischen Hochgesellschaften vorkommen, die von einem ungerechten System unterdrückt werden. Dieses Buch ist aufgrund der hervorragend geführten Forschungsarbeit ein unentbehrliches Werk für das Verständnis der historischen Bedeutung von Scorzas Werk geworden. >>

 

Vollständiger Text auf Spanisch in:   José Luis Ayala. Zeitung LA PRIMERA, Lima, 06. Januar 2009.