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Texte über die Taufe von Indios in der Frühzeit der Christianisierung Amerikas

<< Als die ersten spanischen Missionare Amerika erreichten, sahen sie sich naturgemäß mit einer Reihe von Phänomenen konfrontiert, die —vor allem bedingt durch das Problem der Sprachverschiedenheit— in den kommunikativen Konstellationen der Unterweisung der Indios im christlichen Glauben auftraten. Diese Probleme begleiteten die Verbreitung der katholischen Lehre in der Neuen Welt und konnten letzten Endes nie vollständig überwunden werden. So geschah es, dass das Sakrament der Taufe Veränderungen erfuhr, die sich auch in dessen rituell-sprachlicher Gestalt manifestieren. Davon geben verschieden zivile und kanonische Rechtsvorschriften Zeugnis, die im amerikanischen Kontext entstanden, wobei es insgesamt aber nur sehr wenige Dokumente gibt, die über die Praxis der Taufe zu Beginn der Christianisierung Amerikas Auskunft geben. >>

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Huamanchumo, Ofelia (2010): „Texte über die Taufe von Indios in der Frühzeit der Christianisierung Amerikas“, Mitteilungen des Sonderforschungsbereichs 573: Pluralisierung und Autorität in der Frühen Neuzeit 2, 29–34.

Link zum vollständigen Dokument in: MITTEILUNGEN 2010 / 2

Zum Einfluss der Relectio De Indis auf die kirchliche Gesetzgebung zur Taufe von Indios

<< Francisco de Vitoria eröffnet seine Vorlesung De Indis mit dem folgenden Zitat aus dem MatthäusEvangelium: «Lehrt alle Völker und tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!». Diesbezüglich stellt er die Frage, auf welche Art und Weise die Ureinwohner Amerikas zu christianisieren seien und ob indianische Kinder gegen den Willen ihrer Eltern getauft werden sollten. Vitoria nutzt die Gelegenheit, die religiöse Polemik hinsichtlich der Taufe der Indianer mittels der richtigen juristischen, philosophischen und theologischen Argumente auf ein bis dato unumstrittenes Thema zu lenken, nämlich die Form der Legitimation der Entdeckung und Eroberung der Völker des kolonialen Amerikas und die Rechte seiner Ureinwohner. >>

 

Huamanchumo, Ofelia (2011): „Zum Einfluss der Relectio De Indis auf die kirchliche Gesetzgebung zur Taufe von Indios“, in: Brieskorn, Norbert / Stiening, Gideon (Hrsg.): Francisco de Vitorias ‚De Indis‘ in interdisziplinärer Perspektive. Stuttgart: frommann-holzboog (= Politische Philosophie und Rechstheorie des Mittelalters und der Neuzeit. Abteilung II: Untersuchungen, 3), 39–57.

Wo kann man diese Studie finden?

Literatur der Katechese in Peru des 16. Jahrhunderts

<< In Europa der Frühen Neuzeit fand die Grammatikalisierung der Sprachen statt. Obwohl es sich zwar um ein humanistisches Phänomen handelte, spielte dabei die katholische Kirche eine große Rolle auf Grund der Evangelisierung. Die Kirche förderte das Studium der neuen Sprachen in Europa, auch wenn das Lateinische nach dem Konzil von Trento weiterhin als die lingua sacra betrachtet wurde. In Amerika waren deshalb Gramáticas und Artes der amerindischen Sprachen von großer Bedeutung, obwohl hier die Evangelisierung mit dem Problem der indianischen schriftlosen Kulturen konfrontiert war. >>

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Huamanchumo, Ofelia (2005) „Literatur der Katechese in Peru des 16. Jahrhunderts“. Tintero Indiano [En línea, 2012].

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